2009
Die Nächte des Ramadan 2009

Mit unseren Partnern PIRANHA Events, der Kulturbrauerei und den Besucherdiensten der Staatlichen Museen Berlin fand in diesem Jahr unser erstes Kulturfest zum Ramadan im Museum statt. Der Ramadan ist neben seiner religiösen Bedeutung ein Familienfest für Muslime, ähnlich wie die Weihnachtszeit in Deutschland. Dem wollten wir Rechnung tragen: siehe hier
2010
Tagung "Layers of Islamic Art and the Museum Context"

Layers of Islamic Art and the Museum Context
13-16 January 2010
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Die Nächte des Ramadan 2010

Ramadan – spirituelle Zeit des Fasten und des Feierns – ist für Muslime eine der wichtigsten traditionellen Feierlichkeiten, etwa vergleichbar mit der Weihnachtszeit in christlich geprägten Kulturen. Neben seiner religiösen Bedeutung, ist er auch für viele säkulare Muslime die Zeit sozialen und gesellschaftlichen Miteinanders. Die meisten Nicht-Muslime haben eine vage Vorstellung von den kulturellen Gepflogenheiten während dieser Wochen und nur die wenigsten kommen damit direkt in Berührung.
Angelehnt an die traditionellen Feierlichkeiten des Zuckerfestes, macht das Kulturfest dem Berliner Publikum den kulturellen Reichtum des Islam erfahrbarer. In der Tradition ähnlicher Formate wie z.B. der Pariser „Les Belles Nuits du Ramadan“ und den „Ramadan Nights“ in London und Tokyo, soll auch in Berlin, der Metropole mit dem größten muslimischen Bevölkerungsanteil in Deutschland, die traditionelle Fastenzeit als vielseitiges Kulturfest für Muslime und Nicht-Muslime etabliert und gemeinsam gefeiert werden. Während der 4-wöchigen Ramadanzeit finden Lesungen, Konzerte, Vorträge, Filmpräsentationen und Round-Table-Gespräche statt. Es werden vorbereitete Eid al-Fitr/Zuckerfest-Grußkarten verteilt, die von den Gästen an ihre muslimischen Freunde, Kollegen, Verwandte geschickt werden sollen. Das “Zuckerfest” selbst wird mit einem Kinderfest und einer rauschenden Konzertnacht und kulinarischen Köstlichkeiten gefeiert.
Die Nächte des Ramadan bieten Muslimen unterschiedlicher Couleur in Deutschland einen öffentlichen Raum sozial-kultureller Erfahrung. Mit dem Museum wird gleichzeitig ein symbolischer Ort kultureller Zugehörigkeit durch eine öffentliche Institution geboten. Ist dies automatisch eine Stärkung unseres partizipatorischen Gemeinwesens, sind die Nächte des Ramadan ebenso eine in die breite Öffentlichkeit wirkende Vermittlung künstlerischer Leistungen muslimischer Kulturen.
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Ausstellungseröffnung "Vorsicht Glas! Zerbrechliche Kunst 700-2010"
9.9.2010, 19:00 Uhr – Eröffnung der Sonderausstellung „Vorsicht Glas! Zerbrechliche Kunst 700–2010“ im Museum für Islamische Kunst im Pergamonmuseum Berlin
Mschatta-Saal des Museums für Islamische Kunst.
Siehe auch Seite der Sonderausstellung und Vortragsreihe.
Für die Eröffnung der Ausstellung „Vorsicht Glas! Zerbrechliche Kunst 700-2010“ produzierte Acapulco in Zusammenarbeit mit dem DJ „Deep Down Dave“ der Künstlergruppe „Vorsicht-glas.de“ eine audiovisuelle Installation, die sich mit den Eigenschaften des Materials Glas, wie Härte, Schutz und Transparenz, auseinandersetzt und diese mittels malerischer Elemente und Videoaufnahmen visualisiert.
2011
Finissage "Vorsicht Glas! Zerbrechliche Kunst 700-2010"
Felekşan Onar, Derwish, 2008; Copyright: Künstler10. Februar 2011, 19:00 Uhr im Mschatta-Saal des Pergamonmuseums
Es sprach: Felekshan Onar, Türkei: „Glass…my companion“ (Vortrag in Englischer Sprache)
Musikalische Begleitung: Stefan Lischewski, Berlin: „Vasculum, a sound environment 2010“
Mit freundlicher Unterstützung der Freunde des Museums für Islamische Kunst im Pergamonmuseum e.V.
Ausstellungseröffnung "Sprache der Hand und Freude des Herzens"
17. Februar 2011, 18:00 Uhr im Mschatta- Saal des Pergamonmuseums.
Dr. Shams Anwari- Alhosseyni begann mit einer Demonstration seines Handwerks von 18.00 bis 19.00 Uhr und schloss mit einem Vortrag zur Islamischen Kunst an. Anschließend fand ein Gallery Talk statt.
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Konferenz "Kultur und Informatik- Multimediale Systeme"
12. und 13. Mai 2011 im Pergamonmuseum
Die 9. Veranstaltung der Reihe „Kultur und Informatik“ stellt Herausforderungen und Perspektiven für multimediale Systeme im Bereich der Kultur- und Kreativwirtschaft in den Mittelpunkt. Auf der Veranstaltung soll über Forschungs- und Entwicklungsansätze zu den Themen Multimedia in Museums- und Stadtinformationssystemen, multimediale Ausstellungskonzepte, Museumsportale, Computerspiele oder multimediale Präsentation in der Mode- und Bekleidungsindustrie diskutiert werden. Die Konferenz richtete sich einerseits an Mitarbeiter der Kultur- und Kreativwirtschaft, an Kommunikationswissenschaftler, Kultur- und Kunstakteure sowie andererseits an Informatiker und Techniker, die zu kulturellen Themen forschen und entwickeln.
Mehr Informationen finden Sie hier
Khirbet al-Minya und die Archäologie der frühislamischen Zeit

Internationaler Workshop soll neue Impulse zur interdisziplinären Erforschung der Anlage und ihres wirtschaftsgeschichtlichen Umfeldes bieten
Unter dem Titel „Khirbet al Minya und die Archäologie der frühislamischen Zeit“ veranstalten die Orient-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts, das Institut für Vor- und Frühgeschichte / Biblische Archäologie der Universität Mainz und das Museum für Islamische Kunst der Staatlichen Museen Berlin am 8. und 9. September 2011 in Berlin einen interdisziplinären Workshop mit Archäologen und Geowissenschaftlern. Im Mittelpunkt steht das Omajadenschloss Khirbet al Minya am Nordufer des Sees Genezareth, ein bedeutendes Monument der Frühzeit des Islam im Heiligen Land. Erbaut unter dem Khalifen Walid I. (705 – 715 n. Chr.), erinnert es mit seiner Wehrmauer, den Eck- und Zwischentürmen von außen an ein römisches Kastell. Luxuriöse Wohn- und Empfangssäle im Innern sowie die an herausragender Stelle platzierte Moschee zeigen aber, dass es sich um eine der charakteristischen frühislamischen Herrscherresidenzen handelte, die von der Khalifendynastie der Omajaden im frühen 8. Jh. n. Chr. an den Rändern des alten Kulturlandes der heutigen Staaten Syrien, Jordanien und Israel errichtet wurden.
Weder die Ausgrabungen deutscher Lazaristenpatres in den 1930er Jahren noch die nachfolgenden israelisch – amerikanischen Grabungen der 1950er und 1960er Jahre wurden bis heute abschließend wissenschaftlich ausgewertet. Um neue Impulse zur Erforschung der Ruine zu geben, werden in dem zweitägigen Workshop Archäologen und Geowissenschaftler aus Deutschland, Israel und der Schweiz aktuelle Arbeiten über frühislamische Herrschersitze diskutieren. Dabei geht es einerseits um die Baugeschichte der Anlagen und ihre Funktion während des Übergangs zwischen byzantinischer und frühislamischer Herrschaft, andererseits um die lange übersehene wirtschaftsgeschichtliche Bedeutung der frühem Omajadenschlösser, die ähnlich mittelalterlichen Pfalzen nicht nur Residenzen, sondern auch Zentren landwirtschaftlicher Produktion waren. Der Workshop wird gefördert durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst DAAD.
Bild:Portal von Khirbet al Minya, Umajadenschloss des Khalifen Walid (705–715 n.Chr.) am See Genezareth (H.-P. Kuhnen, 2010)
Festakt zur Eröffnung des Forschungszentrums zur Geistesgeschichte der islamischen Welt an der Freien Universität
Eindrücke der Feier am 13. September 2011 im Mschatta-Saal
Fotos: Ernst Fesseler
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Herat, Afghanistan: Eröffnung des Nationalmuseums und Handschriftenarchivs in der Zitadelle Qala - e Ikhtyaruddin

Als erstes Provinzmuseum in Afghanistan wird das Museum in Herat wiedereröffnet. Seit 2008 arbeitet dort das Team des Museums für Islamische Kunst, Staatliche Museen zu Berlin (SPK), in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Archäologischen Institut, Berlin (DAI) an der Dokumentation und Restaurierung der Sammlungen, sowie ihrer Präsentation in neuen Räumen.
Die Sammlung des um 1920 gegründeten Museums, umfasst heute 1.100 Objekte aus der Region Herat, 2.000 Stücke gingen während der politischen Wirren der letzten Jahrzehnte verloren. Seit zwei Jahren wächst die Sammlung durch konfiszierte Konvolute und Schenkungen wieder an.
Das Handschriftenarchiv besitzt 263 Manuskripte und Bücher und bietet einen repräsentativen Querschnitt durch verschiedene Genres, Sprachen und Persönlichkeiten.
Das neue Museum liegt in der historischen Festung Qala-e Ikhtyaruddin, die von 2005 bis 2009 im Zentrum der archäologischen Forschungen des Teams des Deutschen Archäologischen Instituts und des afghanischen Ministeriums für Information und Kultur, Kabul, stand.
Die Zitadelle in Herat war seit 2008 geschlossen, da sie durch den Aga Khan Trust für Kultur mit Mitteln der Vereinigten Staaten von Amerika saniert wurde. Am 16. Oktober 2011, wird die Wiedereröffnung der Zitadelle und die Einweihung des Museums im Beisein zahlreicher Gäste gefeiert.
Mehr Informationen finden Sie hier
40 Jahre Volkmann-Treffen

Kaleidoskop des Sammelns
Vom 28. bis 30. Oktober 2011 findet in Zusammenarbeit mit dem Museum für Islamische Kunst das diesjährige Volkmann-Treffen in Berlin statt. Das Treffen von Sammlern und Liebhabern orientalischer Teppiche und Textilien feiert dieses Mal sein 40jähriges Jubiläum. Hauptthema des Treffens wird der Austausch über das Sammeln und damit verbundene Erlebnisse und Eindrücke sein. Darüber hinaus werden eine Reihe hochwertiger und informativer Vorträge geboten.
Die Eröffnungsveranstaltung findet im Mschatta-Saal, die Vorträge am 29. und 30.10. im Theodor-Wiegand-Saal im Pergamonmuseum statt.
Bild: Signet von Martin Volkmann; zur Verfügung gestellt von Christian Erber
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Die Wunder der Welt
Lüster und Luxus in europäischen Netzwerken des Austauschs
Goldlüsterkeramik aus den Produktionszentren der Iberischen Halbinsel war im 14. und 15. Jahrhundert eine begehrte und in hohem Maße repräsentative Ware. Insbesondere in Valencianer Werkstätten wurden allein auf Grund ihrer Größe wertvolle Teller mit den Wappen der Auftraggeber inmitten reicher, zumeist vegetabiler Dekore versehen. Diese Keramik findet sich folgerichtig immer wieder in europäischen Grabungen, doch werden die Funde in der Regel dekontextualisiert und als exotische Einzelfunde behandelt. Vieles deutet darauf hin, dass die Funddichte höher ist, als das publizierte Material erwarten lässt. Die Verbreitung der Lüsterware spiegelt deren hohe Wertschätzung wider. Da es sich um Elemente der Elitenrepräsentation handelte, ist außerdem davon auszugehen, dass die verwendeten Dekore Auswirkungen auf die zeitgenössische Ästhetik hatten. Hinweise darauf finden sich in der Buchkunst. Auch das bildnerische Mittel der Monochromie und dessen Beliebtheit in der abendländischen Kunst des 14. und 15. Jhts. ist zu diskutieren. Die Kontextualisierung des Lüsters innerhalb der europäischen Kunstgeschichte steht erst am Anfang. Die Verbreitung dieser Luxuskeramik weist dabei auf Korridore des Handels z.B. mit Rohstoffen hin. Besonders deutlich ist dies bei Funden in Küstenregionen, die der Interaktion mittelmeerisch-atlantischer Handelsnetzwerke mit der Hanse geschuldet sind. Die geographisch eng kommunizierenden Hafenstädten Brügge und London waren die Umladestationen in diesem Netzwerk. So soll ein kulturhistorisches Raster entstehen, das die Wahrnehmung und differenziertere Einordnung von Funden in europäischen Grabungen ermöglicht. Es etabliert darüber hinaus den Handel als relevante Basis und soll dazu beitragen, die religiöse Determiniertheit unseres Kulturbegriffs einschließlich damit verbundener orientalistischer und exotistischer Vorstellungen zu relativieren.
Die Tagung findet am 17. und 18. November 2011 im Theodor Wiegand Saal im Pergamonmuseum statt und beginnt am 17. November 2011, um 14.00 Uhr.
Weitere Informationen finden Sie hier.
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