Aktuelle Sonderausstellungen

Ein Schatz aus Kairo. Der tausendjährige Bergkristallkrug

ab 23.6.2011

Bergkristallkrug aus der Keir Collection, Ägypten- wahrscheinlich Kairo, fatimidisch, zwischen 75 und 1025 Bergkristallkrug aus der Keir Collection, Ägypten- wahrscheinlich Kairo, fatimidisch, zwischen 75 und 1025

 

Neu entdecktes Meisterwerk islamischer Kunst: Ein Schatz aus Kairo.
Der tausendjährige Bergkristallkrug aus der Sammlung Edmund de Unger Die Entdeckung des fein gearbeiteten Bergkristallkruges war die Sensation auf dem britischen Kunstmarkt. Als "sleeper" (Schläfer) war das teure Stück durch die Presse gegangen, da es zunächst durch ein kleineres Auktionshaus als französischer Rotweinkrug für 100 bis 200 Pfund ausgepreist worden war. Der Hammer fiel bei 220.000 Pfund. Es waren wohl einige Experten islamischer Kunst im Publikum, die erkannten, was der Krug wirklich war: ein ausgesprochen seltenes und wertvolles Bergkristallgefäß aus Ägypten.
Nun kommt der kostbare Krug als Leihgabe der Familie de Unger für viele Jahre in das Museum für Islamische Kunst im Pergamonmuseum und ist dort ab dem 24. Juni 2011 zu bestaunen. 

Sammlerglück. Meisterwerke islamischer Kunst aus der Keir Collection

ab 18.3. 2010

Bergkristallflasche aus der Keir Collection. Fatimidisches Ägypten, 1. Hälfte des 11. Jahrhunderts Bergkristallflasche aus der Keir Collection. Fatimidisches Ägypten, 1. Hälfte des 11. Jahrhunderts

Unter dem Titel »Sammlerglück« wird eine Auswahl aus den reichen Beständen der Sammlung von Edmund de Unger im Pergamonmuseum gezeigt, die in die Welt des Sammlers und des Sammelns führt. Der Besuch bei Edmund de Unger, einem der wichtigsten Sammler islamischer Kunst überhaupt, erfolgt aus einem guten Grund: Seine international als »Keir Collection« bekannte Sammlung islamischer Kunst wird künftig als umfangreiche Leihgabe die Bestände des Museums für Islamische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin bereichern. 112 der insgesamt 1500 Werke aus fast allen Perioden und Kunstlandschaften der islamischen Welt befinden sich in Berlin, die übrigen werden später folgen. Doch schon diese Visitenkarte erlaubt einen spektakulären Einblick in die reiche Sammlung und in die Welt
des Sammlers.

Archiv Sonderausstellungen

2009 - 2010

Europa in Indien: Von Madonnen, Zechern und gerechten Herrschern

20.10.2009 - 24.01.2010

Seit der Entdeckung des Seeweges nach Indien, Ende des 15. Jahrhunderts, verkehren zwischen Europa und Indien auf direktem Weg nicht nur Handelswaren, sondern auch Kultur- und Gedankengut.

Diese Ausstellung von 23 Albumblättern des Museums für Islamische Kunst konzentriert sich auf die Rezeption, also das Betrachten, Kopieren und Interpretieren, europäischer Kunst am Hof der nordindischen Mogulkaiser zwischen dem späten 16. und 18. Jahrhundert.

Eine entscheidende Rolle kommt dabei Kupferstichen und Drucken als Medien des Motivtransfers zu, weil sie kostengünstig hergestellt, vervielfältigt und transportiert werden konnten. Vier europäische Kupferstiche sowie ein Druck werden ausgewählten Miniaturen indischer Künstler gegenübergestellt. An ihnen soll exemplarisch gezeigt werden, wie europäische Genres und künstlerische Gestaltungsmittel unter den Moguln rezipiert wurden.

 

Wohnwelten. Gewebte Gärten und gemalte Blumen - paradiesische Innenansichten syrischer Hofhäuser 18.12.2009 - 14.2.2010

Selten nur zeigen sich dem fremden Besucher die Baum bestandenen Innenhöfe mit ihren dekorierten
Hoffassaden, in denen sich die Bewohner der syrischen Städte Oasen der Ruhe geschaff e n
haben. Diffizile Ästhetik, großer Formenreichtum und die hohe Wohnqualität bilden die Konstanten
traditioneller Architektur im Orient. Wie sehr das Bedürfnis zu repräsentieren für ständige
Veränderungen und neue Moden der Inneneinrichtung sorgt, belegt diese Ausstellung mit ihren ausgesuchten Objekten seit osmanischer Zeit bis heute. Die historische Kontinuitäten sind sichtbar: Häufig gehen die Stadtgrundrisse wie auch die Wasserversorgung auf römische Wurzeln zurück, die Anlage des Hofhauses findet sich seitaltorientalischer Zeit, Raumelemente wie der Iwan
– jene große überdachte Sitznische im Hof – stammt aus dem persisch-sassanidischen Raum und das Bedürfnis nach Weite scheint ein Abglanz des nomadischen Erbe zu sein. Die reichen Architekturtraditionen orientalischer Wohnhäuser mit ihren Innenhöfen und oft prachtvoll gestalteten Empfangsräumen: Nehmen Sie Einblick in die Wohnwelten der Weltkulturerbe-Städte Damaskus und Aleppo, ins Wassersystem von Hama am Orontes und in die ländlichen Regionen im Nordosten Syriens.

 

 

 

2010

Ein indischer Aristokrat: Antoine-Louis Henri de Polier und seine Sammelalben

5.3. -30.5. 2010

Lucknow-Schule. zwei frauen auf Terasse, um 1770, Museum für Islmaische Kunst Berlin, I. 4597 fol. 30 Lucknow-Schule. zwei frauen auf Terasse, um 1770, Museum für Islmaische Kunst Berlin, I. 4597 fol. 30

Söldner, Ingenieur, Agent, Geschäftsmann und Sammler: der adlige Antoine-Louis Henri Polier aus Lausanne gehörte zu den bemerkenswert vielseitigen Europäern, die in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts mit der englischen Ostindienkompanie nach Indien aufbrachen, um ihr Glück zu suchen. Da ihm als Nicht-Engländer Aufstiegsmöglichkeiten in der britischen Handelsgesellschaft verwehrt blieben, zog es ihn in die Dienste des nordindischen Fürsten Schudscha ad-Daula (1732-75) von Awadh (engl. Oudh), für den er viele Jahre als Architekt, Vermesser und Berater tätig war.

Geschriebene Bilder Kalligraphische Höhepunkte des 16. bis 18. Jahrhunderts

04.06. - 19.08.2010

Lobgedicht eines Kalligraphen, Iran, 16. Jh., Inv. Nr. I. 4591 fol. 3, Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Islamische Kunst Lobgedicht eines Kalligraphen, Iran, 16. Jh., Inv. Nr. I. 4591 fol. 3, Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Islamische Kunst

Das Museum zeigt eine Auswahl seiner Sammlung von kalligraphischen Schmuckblättern. Die meisten stammen aus Sammelalben (muraqqa'), die im späten 18. Jahrhundert in Nordindien zusammengestellt wurden. Viele sind das Werk berühmter persischer und indischer Kalligraphen, die zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert tätig waren. Ihre Schriftproben wurden mit Leidenschaft gesammelt und zu attraktiven kalligraphischen Schmuckblättern ausgeschmückt.

Zu den großen Namen, die vertreten sind, gehören Shah Mahmud "Zarin Qalam" (die goldene Feder), der zwischen 1520 und 1540 am Hof des safawidischen Schah Tahmasp in Tabriz wirkte oder der im Dekkan tätige Mir Khalilullah "Padschah-i qalam" (Herrscher der Rohrfeder). Gezeigt werden auch Kalligraphien des Moghulprinzen Dara Schikoh (1615-59) und seines Bruders, des späteren Kaisers Aurzangzeb(1618-1707). Herrscher waren nämlich nicht nur wichtige Sammler, sondern häufig selbst große Meister der Kalligraphie.

2010 - 2011

Vorsicht Glas! - Zerbrechliche Kunst von 700 - 2010

Parfümflakon, Glas mit Schnitt-/Schliffdekor, Iran, 9.-10. Jahrhundert, Museum für Islamische Kunst, Inv.-Nr. I. 49/63 Parfümflakon, Glas mit Schnitt-/Schliffdekor, Iran, 9.-10. Jahrhundert, Museum für Islamische Kunst, Inv.-Nr. I. 49/63

10.9.2010 - 13.2.2011

 

Glas fasziniert durch seine Transparenz, Farben und Formenvielfalt, Glanz, Zerbrechlichkeit und Resistenz. Seit der Erfindung des Glases im Nahen Osten vor mehr als 4000 Jahren spielten die Glashandwerker dieser Region eine führende Rolle in der Gestaltung dieser materiellen Eigenschaften. Nach der arabischen Eroberung im 7. Jahrhundert bewahrten sie die tradierten Herstellungs- und Dekortechniken, trugen aber auch selbst maßgeblich zu gestalterischen und technischen Neuerungen dieses Handwerks bei.
"Vorsicht Glas!" rückt diese Traditionen und Innovationen der Glashandwerker und -künstler des Nahen Ostens in den Blickpunkt. Die Ausstellung zeigt die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten des Glases in Form, Farbe und Dekor und deren zugrunde liegenden Herstellungstechniken. Erstmals werden dafür über 60 Gläser aus der Sammlung des Museums für Islamische Kunst zeitgenössischen Werken aus der Galerie New Glass Art & Photography gegenübergestellt.

2011

Sprache der Hand und Freude des Herzens

17.02. 2011 - 17.03.2011

Meisterkalligraph        Dr. Shams Anwari-Alhosseyni Meisterkalligraph Dr. Shams Anwari-Alhosseyni

In der Ausstellung "Sprache der Hand und Freude des Herzens" werden ab dem 17.02.2011 Werke und Sammlungen des Meisterkalligraphen Dr. Shams Anwari- Alhosseyni gezeigt.

 

„Dr. Shams Anwari-Alhosseyni ist ein Meister der verschiedensten Stilarten; geboren 1937 im Iran, wo er als erster Kalligraph die Akademie der Künste absolvierte, lebt er seit 1958 in Köln und lehrt seine persische Muttersprache an der Kölner Universität. Seine makellose Technik und unerschöpfliche Fantasie machen ihn zum prominentesten Kalligraphen seiner Generation.“ (Annemarie Schimmel, eine bekannte Islamwissenschaftlerin)

Schahname. Heroische Zeiten. Tausend Jahre persisches Buch der Könige

19.03. - 03.07.2011

ISL 5- 82a ISL 5- 82a

Eine Sonderausstellung der Orientabteilung der Staatsbibliothek und des Museums für Islamische Kunst.

 Im Jahr 2010 feiert die Welt die Fertigstellung des persischen Buchs der Könige vor tausend Jahren. Mit seinen über 50 000 Versen gehört das Buch der Könige, das Schahname, zu den größten Epen der Weltliteratur.

Die Orientabteilung der Staatsbibliothek und das Museum für Islamische Kunst haben das von der UNESCO ausgerufene Milleniumsjahr 2010 zum Anlass genommen, das weltberühmte Epos mit über 100 herausragenden Objekten primär aus den Berliner Sammlungen einschließlich der Sammlung Edmund de Unger/ Keir Collection vorzustellen. Berlin verfügt über eine einzigartige Kollektion von Schahname- Handschriften und Einzelblättern, von denen einige zu den großartigsten Schätzen der persischen Buchkunst weltweit gehören. Ausgestellt werden aber auch Beispiele angewandter Kunst, darunter Keramikgefäße, Fliesen, Textilien und auch Waffen, die den großen Einluss des Epos auf die verschiedenen Lebensbereiche dokumentieren.

 

Einen Film zur Schahname-Ausstellung von Ikono TV finden Sie hier.

Festdarstellungen in der Islamischen Kunst- Feiern am Indischen Hof

15.07. - 06.11.2011

Ausstellung im Buchkunstkabinett

 

In Reihe wechselnder Buchkunstausstellungen präsentiert das Museum für Islamische Kunst im Pergamonmuseum vom 15. Juli bis zum 16. Oktober 2011 Miniaturmalereien aus der Moghulzeit (Mitte 16. bis Mitte 18. Jahrhundert) zum Thema "Festliche Darstellungen in der Kunst- Feiern am Indischen Hof". Den Besucher erwarten Herrscher bei prachtvollen Audienzen oder Paraden, reich gewandete Prinzessinnen vor Feuerwerksspektakel und Musiker mit exotischen Instrumenten auf einem Rundgang durch die festlichen Gefilder der indo-islamischen Welt. Die Bilder zeigen neben offiziellen Empfangszeremonien auch relidiöse Festlichkeiten und höfisch-private Zusammenkünfte. Sie ermöglichen einen Einblick in das verschwenderische Leben am Hof der Moguln und der benachbarten Regionalherrscher.

 

Die Ausstellung wird bis zum 06. November 2011 verlängert.