Sonderausstellung "Die Farben des Sindh. Baudekor und historische Architekturfotografie aus Südpakistan"

19. Oktober bis 20. Januar 2019

 

 

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Sechseckige Fliesen mit Blüten und Ranken aus dem Fort Kalan Kot bei Thatta/Pakistan, 17. Jh. © Foto: Museum für Islamische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz, Fotograf: Johannes Kramer

Die Farben des Sindh. Baudekor und historische Architekturfotografie aus Südpakistan - 19.10. 2018 – 20.01.2019 - im Museum für Islamische Kunst, Pergamonmuseum 

Die Ausstellung „Die Farben des Sindh“ im Buchkunstkabinett des Museums für Islamische Kunst im Pergamonmuseum ist der Bautradition der Provinz Sindh im Süden Pakistans gewidmet. 

Farbgewaltige Felder aus kleinen glasierten Fliesen sind das Hauptmerkmal der Bautradition des Sindh. Fliesenfeldern aus kühlem Blau, Türkis und Weiß stehen Mosaiken aus warmen Braun-, Grün- und Gelbtönen gegenüber und heben die Architektur aus der kargen Landschaft Südpakistans. 

Den Ausgangspunkt der Ausstellung bildet die Arbeit des Architekturfotografen Henry Cousens, der sich im späten 19. Jahrhundert intensiv mit der Dekoration von Gebäuden in Sindh auseinander gesetzt hat. Dank seiner außergewöhnlichen Fähigkeiten entstanden einzigartige Fotografien und Zeichnungen. 

Viele der gezeigten Fotografien wurden in der Region um die alte Hauptstadt Thatta und an den Gräbern der lokalen Talpurdynastie (1783 – 1843) in Hyderabad aufgenommen. Beide Städte nehmen in der Arbeit von Cousens eine zentrale Rolle ein. Daneben stehen wenig bekannte Bauten im Fokus, wie die Moschee am Grabmal des Abdul Baqi Purani in Sukkur. In der Ausstellung sind die letzten Zeugnisse dieses Gebäudes zu sehen. 

Eindrucksvoll zeigen seine Fotografien die Schönheit der Bauwerke und das Zusammenspiel von Architektur und Dekor. Ergänzt werden sie durch detailreiche Drucke seiner Zeichnungen verschiedener Baudekore und durch Fliesen aus dem Museum für Islamische Kunst, die durch ihre Farbenpracht beeindrucken.

 

The Colours of Sindh. Architectural Decor and Historic Photographs from Southern Sindh

The exhibition "The Colours of Sindh" in the Book Art Cabinet of the Museum of Islamic Art in the Pergamon Museum is dedicated to the building tradition of the Sindh province in Southern Pakistan. 

Colorful sections of small glazed tiles are the main feature of the building tradition of the Sindh. Tile panels of cool blue, turquoise and white contrast with mosaics of warm browns, greens and yellows and lift the architecture from the barren landscape of Southern Pakistan. 

The starting point of the exhibition is the work of the architectural photographer Henry Cousens, who in the late 19th century dealt intensively with the decoration of buildings in Sindh. Thanks to his exceptional abilities, he created unique photographs and drawings. 

Many of the photographs shown were taken in the region around the old capital Thatta and at the tombs of the local Talpur dynasty (1783-1843) in Hyderabad. Both cities play a central role in Cousens's work. In addition, little-known buildings are in focus, such as the mosque at the tomb of Abdul Baqi Purani in Sukkur. The last references of this building can be seen in the exhibition. 

His photographs impressively show the beauty of the buildings and the interplay of architecture and décor. They are complemented by detailed prints of his drawings of various architectural designs and tiles from the collection of the Museum of Islamic Art, which impress with their colour splendor.

Der Vorstand

Nedal Daghestani    Peter Heine    Sophie Reinhardt    Katja Şıdım    Cornelia Weber    Stefan Weber