Sonderausstellung "Qazwini: Weltbilder - Bilder der Welt vor 750 Jahren"

16. August bis 27. Oktober 2019

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Enzyklopädie des Qazwini: Personifikation des Planeten Sonne, I. 9493 fol. 45 © Museum für Islamische Kunst, Foto: Martina Müller-Wiener

Liebe Freundinnen und Freunde des Museums für Islamische Kunst, 

wir möchten Sie herzlich zur Ausstellungseröffnung „Qazwini: Weltbilder - Bilder der Welt vor 750 Jahren" (16.08.-27.10.2019) in den Mschatta-Saal im Museum für Islamische Kunst einladen.

Zeit: 15.08.2019, Einlass ab 17:30 Uhr, Beginn 18:00 Uhr

Ort: Mschatta-Saal, Museum für Islamische Kunst

Eine Anmeldung ist erforderlich. Die Anmeldung für die Ausstellungseröffnung beginnt im Juli und wird per Einladung mitgeteilt.

Die Welt in 460 Bildern. So viele farbige Illustrationen hat die Handschrift der „Wunder der Schöpfung“, die vom 16. August bis zum 27. Oktober 2019 im Buchkunstkabinett des Museums für Islamische Kunst zu sehen ist. Die ausgewählten Blätter geben einen farbenprächtigen Einblick in das gesammelte Wissen über die Welt, das der Gelehrte al-Qazwini zwischen 1260 und 1280 zusammentrug. Er beschreibt die Himmelssphären mit ihren Bewohnern, Planeten und Sternbildern, die vier Elemente, Tiere, Mineralien und Pflanzen. Den Abschluss bilden wundersame Lebewesen von außerordentlicher Form und Gestalt. Indem al-Qazwini seinem Leser die Vielfalt und das Wunderbare der göttlichen Schöpfung vorstellt, möchte er einladen über die Wunder der Schöpfung nachzudenken und darin die Größe Gottes zu erkennen.

Ein 750 Jahre alter Bestseller

Trotz ihrer systematischen Ordnung und ihres philosophischen Anspruchs bietet die Enzyklopädie des Qazwini ein bilderreiches Lesevergnügen. Unterhaltsame Geschichten und farbige Abbildungen sorgen dafür, dass das Studium abwechslungsreich und fesselnd bleibt. Kein Wunder also, dass die „Wunder der Schöpfung“ bereits zu Lebzeiten von al-Qazwini ein Bestseller wurden. Die arabische Fassung des Werkes wurde nach wenigen Jahrzehnten ins Persische übersetzt, später folgten türkische Ausgaben. Dass die Erfolgsgeschichte bis in das 19. Jahrhundert andauerte, zeigt die ausgestellte Handschrift. Sie entstand vermutlich in Nordindien im späten 18. Jahrhundert.

Erste Ausstellung nach umfassender Restaurierung

Die Handschrift gelangte als Schenkung in den Bestand des Museums und wurde in den Werkstätten des Museums gerade umfassend restauriert. Die großzügige Spende der Familie von Maltzahn, zum Gedenken an Paul Freiherr von Maltzahn, ermöglichte diese Arbeiten.

Die Ausstellung zeigt einen repräsentativen Querschnitt von Blättern aus der Handschrift, verbunden mit Auszügen aus den begleitenden Texten des Qazwini. Zudem werden Einblicke zur Restaurierung der Handschrift vermittelt.

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Kontakt

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c/o Museum für Islamische Kunst
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